Wear it: Hemdblusenkleider

Asmona Logan

Nachdem ich so langsam meinen Stil wieder gefunden habe, richtet sich mein Blick gerade auf die Anschaffung von Basics, die in meinem Schrank nicht fehlen sollten. Dazu gehört das Hemdblusenkleid. Ingrid Loschek, die von mir sehr geschätzte Autorin diverser Bücher über Modegeschichte, beschreibt es wie folgt: „Das Hemdblusenkleid ist ein aus einer Hemdbluse, also einer Bluse im Herrenschnitt mit Kragen und Manschetten oder Bündchen, und einem daran angesetzten Rock zusammengesetztes Kleid bzw. ein Kleid im Tunikaschnitt mit durch eine Naht und/oder einen Gürtel abgesetzter Taille.“

Man vermutet die Anfänge in Form eines Kittelkleides bei Coco Chanel 1916. Das Sackkleid, wie es auch gerne bezeichnet wird, wurde dann noch einmal in den späten 1950er Jahre sehr beliebt. Es wurde in Balenciagas I-Linie lanciert, setzte sich 1956 bei Diors Tuniken durch und tauchte dann in Varianten bei Designern wie Balenciaga, Givenchy und Mary Quant in ihren Kollektionen auf. Cineasten kennen das Kleid aus dem Film „Ein süßer Fratz“ aus dem Jahre 1957 mit Audrey Hepburn, wo sie als intellektuelle Buchhändlerin das eher unvorteilhafte, an Berufskleidung erinnernde Sackkleid trägt.

An Hemdblusenkleidern schätze ich die Schlichtheit des Schnitts und die Bequemlichkeit. Ich ziehe es an und fühle mich sofort gut angezogen darin. Nichts, was einengt, kompliziert drapiert, gewickelt oder geknöpft werden muss. Und je nach Material kann es zu fast allen Gelegenheiten getragen werden. Entweder mit Stiefeln oder High Heels mit passendem Statementschmuck für den Abend oder mit Ballerinas und Trench fürs Büro. Egal wie, ich fühle mich immer wohl darin.

Ich habe Euch eine kleine Auswahl zusammengestellt. Vielleicht hängt ja eines der Kleider bald in Eurem Kleiderschrank.

Marina Rinaldi

Marina Rinaldi, ca. 450 Euro

Diane von Furstenberg

Diane von Fürstenberg, ca. 380 Euro

DKNY

DKNY, ca. 270 Euro

Gant

Gant, ca. 200 Euro

Boden

 Boden, ca. 100 Euro

Bilder: Asmona Logan/PR