Das Medikamenten-Chaos

Medikamente

Wenn man bei uns im Wohnzimmer die unterste Schublade der Kommode aufzieht, findet man die gesamte Bandbreite an Medikamenten wie Pillen, Dragees, Tabletten, Salben, Pflaster und Verbände ordentlich nach Krankheitsbildern sortiert … alles in Originalverpackung. Diese gut sortierte Hausapotheke ist das Werk von F. Dann steht da noch in der Küche eine wunderschöne, zur Kücheneinrichtung passende, türkisfarbene Keksdose von Fortnum & Mason. Wenn man diese öffnet, findet man das pure Medikamenten-Chaos. Da fehlen die Beipackzettel, man findet mehrere angebrochene Packungen etc. Wem diese Dose gehört, brauche ich Euch ja nicht zu sagen. Da kommt Ihr selbst drauf.

Nun bin ich ja seit einigen Wochen im Aufräum- und Sortier-Modus à la Tidying Up with Marie Kondo und möchte noch mehr Ordnung in mein Leben bringen und nicht meine wertvolle Zeit damit verbringen, online nach dem Beipackzettel suchen zu müssen, um zu wissen, was das denn für eine Pille ist, die ich gerade in meiner Hand habe, und bei der ich nicht sicher bin, ob es überhaupt die richtige ist. Super nervig und auch nicht gerade die sicherste Methode, um für seine Gesundheit zu sorgen. Ich möchte Struktur in das Medikamenten-Chaos bringen, und dass es genauso aussieht wie bei F.

Zuerst braucht die Box ein neues Zuhause, denn die Küche sowie auch das Badezimmer sind nicht dafür geeignet, Medikamente aufzubewahren. Hohe Luftfeuchtigkeit, warme, schwankende Temperaturen und Dämpfe können Einfluss auf die Qualität und Wirksamkeit der Medikamente haben.

Wichtig ist auch die richtige Lagerung. Der Ort sollte trocken sein, Pillen & Co. vor Licht schützen und Zimmertemperatur haben. Das heißt im Bereich von 15 bis maximal 25 Grad Celsius liegen. Bei speziell vorgeschriebener kalter Lagerung (2 – 8°C) gehören Medikamente in den Kühlschrank.

Denkt daran, im Sommer die Medikamente nicht im Auto zu lassen. Da kann es unter Umständen über 25 Grad warm werden.

Beim Verfallsdatum sollte man, anders als bei Lebensmitteln, streng darauf achten, diese auch ernst zu nehmen. Medikamente können nach Ablauf nicht nur ihre Wirksamkeit verlieren, sondern auch gesundheitsgefährdend sein. Denn der Wirkstoff kann sich in seine Einzelteile zersetzen, abgebaut werden oder sich im schlimmsten Fall in einen toxischen Stoff verwandeln.

Neben dem Verfallsdatum gilt für viele flüssige Medikamente, Cremes und Salben nach Anbruch eine andere Haltbarkeit. Das kann von wenigen Wochen bis zu ein paar Monate reichen. Immer das Anbruchdatum notieren und deshalb auch die Originalverpackung behalten.

Anzeichen für eine Beeinträchtigung können Verfärbungen und Risse bei Tabletten, Ausflockung oder Trübung bei Säften sowie Verfärbungen bei Zäpfchen, Salben, Gelen und Cremes sein.

Was tun mit Medikamenten, die abgelaufen sind? Auf keinen Fall in der Toilette oder über das Waschbecken entsorgen, wenn man nicht das Grundwasser gefährden möchte. Ich bringe alles zur Apotheke und lasse es dann fachgerecht entsorgen.

Und meine Dose? Die hat einen neuen Platz in einer Schublade im Kleiderschrank gefunden. Nachdem ich den Schmuck darin sortiert habe, ist jetzt wieder mehr Platz. Um Ordnung in dem Chaos zu schaffen, habe ich jede angebrochene Packung in die Hand genommen und recherchiert, was das überhaupt für ein Medikament ist. Die dazugehörigen Beipackzettel wurden online gesucht und ausgedruckt, um sie dann mit Haushaltsgummi um die Verpackung zu wickeln. Nicht mehr zuzuordnende Medikamente oder solche, bei denen das Verfallsdatum nicht ersichtlich war, wurden bei der Apotheke entsorgt. Während ich dasaß und sortiert habe, habe ich auch beschlossen, in Zukunft weniger auf Chemie und dafür mehr auf Naturheilkunde und Haushaltsmittel zu setzen. Aber das ist ein Thema für einen neuen Beitrag.

Dieser Beitrag enthält werbliche Inhalte in Form von Markenerwähnung und Verlinkungen.

Medizinische Quelle: apomio

Bild: unsplash



Veröffentlicht am
1. März 2019



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