L’Oreal Professionelle x Charlie Le Mindu

Charlie Le

Der Franzose gilt als Shooting-Star in der internationalen Mode- und Hairstyling-Szene. Einen Namen hat er sich mit den heiß diskutieren Kreationen für Lady Gaga gemacht, sowie mit den Hairstyles für Künstler wie Florence and the Machine, The B52’s oder Peaches und zur Fashion Week 2009 brachte er seine erste Perücken-Kollektion auf den Markt.

L´Oréal Professionelle Charlie Le Mindu

Nun hat L’Oreal Professionnel den 25-Jährigen mit der Kreation der Extrem-Styles für tecni.art beauftragt. Herausgekommen sind 3 Super Hero Styles BAD MUD, HORIZON FIX und SUPER DUST, in Anlehnung an die Figuren der Marvel Comics. Die Idee zur Umsetzung der Looks lag für Le Mindu in den übermenschlichen Kräften und Eigenschaften dieser Superhelden. Diesen Gedanken übertrug er auf die Super Style Heroes Produkte, die Hairstyling an die Grenzen des Machbaren führen.

BAD MUD ist eine cremige Styling-Paste mit lehmähnlicher Konsistenz zum Konstruieren von extrem haltbarer Destroyed Looks. Einfach einen kleinen Kleks zwischen den Handflächen erwärmen und damit das trockene oder leicht feuchte Haar wie gewünscht modellieren. VK ca. € 15

HORIZON FIX fixiert die Haare für XL-Volumen und gibt gleichzeitig viel Glanz. Das Ansatz-Volumenspray Strähne für Strähne direkt am Haaransatz auf das handtuchtrockene bzw. vorgetrocknete Haar sprühen, dann föhnen und stylen. Vk ca. € 15

SUPER DUST ist ein Mineralpuder für Giga-Volumen und lang anhaltenden Matt-Effekt. Zuerst in die Handflächen geben und dann auf Längen und Spitzen verteilen – oder direkt auf das Haar auftragen. Dann das Haar Strähne für Strähne mit den Fingern nach hinten kämmen, kneten und crimpen und die gewünschte Form schütteln. VK ca. € 15.

SUPER STYLE HEROES

Aufsehen erregte er auch mit seiner Hair-Collection „Burka Curfew“ für Frühling/Sommer 2012, die er bei den On|Off Newcomer Shows in Paris zeigte. Unter dem Glasdach des Espace Commines heizte eine Tänzerin des legendären Crazy Horse mit in einer Choreographie wie 1001 Nacht das Publikum ein – nackt bis auf ein schlichtes Schmuckstück aus Pelz. Auf dem Kopf trug sie einen Hut mit Kunstnägeln und einem Haargeflecht, das bei jeder Kopfbewegung mit wippt. Doch das war nur der Auftakt und nicht die Sensation. Schnell wurde sie von einer Reihe märchenhafter Haar-Silhouetten in den Schatten gestellt: Ein asymmetrisches Kleid, ein schwarzer Vinylkragen, durchwirkt von tiefschwarzem Haar. Ein enges Kleid, das fließend in eine an Blütenblätter erinnernde Haarkreation übergeht. Anzüge, die den Blick frei geben auf G-String-Tangas aus echtem Haar. Plexiglas, Leder, Seidenchiffon und diverse andere Materialien wurden für die fantasievollsten Haargebilde eingesetzt. Für Charlie Le Mindu wird Haar zum Werkstoff, den er beliebig formen kann. Alle seine Kreationen sind in Schwarz und Marineblau gehalten, für Ihn die beiden Trendfarben des nächsten Sommers. Wie ein im surrealistisch-poppigen Murakami-Stil erzähltes orientalisches Märchen enthüllte die Show die Widersprüchlichkeit der Frau. „Frauen verstecken sich hinter ihrem Haar, zugleich jedoch verleihen ihnen die Haare Selbstbewusstsein“, erklärt der Hairstylist das Spiel von Verhüllen und Enthüllen. Zum Abschluss der Show lief die spanische Schauspielerin Rossy de Palma im Stil von „walk like an Egyptian“ über den Laufsteg – auf dem Kopf eine majestätische Kobra.

Burka Curfew

Sie starteten Ihre Modekarriere in London. Jetzt kommen Sie zum ersten Mal zur prestigeträchtigen Paris Fashion Week. Wie gehen Sie mit dieser neuen Herausforderung um?

Ich freue mich diese Show in Paris machen zu können! Die Paris Fashion Week ist für mich die kreativste von allen, auch wenn da mancher anderer Meinung sein mag. In Paris ist die Haute Couture extremer und innovativer als alles, was junge Designer sonst wo zeigen. Es ist auch eine Frage des Geschmacks – und außerdem ist in Paris das Essen einfach großartig!“

Was hat Sie zu Ihrer aktuellen Kollektion inspiriert?

Es war der Film „Der Tanz mit den 7 Schleiern“. Ich wollte zeigen, dass man einen Schleier tragen und dennoch sehr feminin sein kann. Ein klarer, schnörkelloser Stil oder ein Pony kann eine Frau noch schöner und verführerischer machen. Das funktioniert wirklich – und es ist hochästhetisch.

Sie werden als Modedesigner immer bekannter, aber eigentlich starteten Sie Ihre Karriere als Hairstylist. Welche Rolle spielen Haare in Ihren Shows?

Haare werden immer eine große Bedeutung für mich haben, denn in der Tat waren sie das erste „Material“, mit dem ich gearbeitet habe. Mit Haaren kann man alles machen, ich kann ihm jede von mir gewünschte Form und Farbe geben. Es ist ein bisschen wie die Arbeit mit Stoffen. Haar ist ein Bestandteil aller meiner Kreationen. Es verleiht ihnen eine Art von animalischem Touch.

Zeigen Sie in Ihrer Show irgendeine noch nie da gewesene Hairstyling-Technik?

In meiner Show tragen die meisten Models Perücken mit Wellen. Ich wollte die Bedeutung von Tradition zeigen. Insbesondere in der französischen Friseurkunst spielt Tradition eine bedeutende Rolle. Für mich gehören traditionelle Techniken zu den modernsten. Beherrscht man die traditionellen Techniken, stehen einem alle Möglichkeiten offen, man kann die verrücktesten Dinge machen.

Was ist Ihr bevorzugter Hairstyle?

Ich habe zwei Lieblingsstile: Wellen und den französischen Chignon – die „Banane“. Es muss dabei alles aus dem Handgelenk kommen. Es ist sehr traditionell, aber es erfordert auch eine perfekte Technik. Und es zeigt die große Bedeutung von Tradition und Können in der Haute Coiffure.

Sie gelten als einer der trendigsten und innovativsten Hairstylisten. Was sind für Sie die kommenden Trends im Hairstyling?

Ich denke, es gibt keine. Alles hängt von dem Stil ab, den man gestalten möchte. Ob Mann oder Frau, am wichtigsten ist es, seinen einen Stil zu haben. Man kann tragen was man will, solange es zu einem passt und man sich darin wohl fühlt. Der Hairstyle muss zum Rest des persönlichen Stils passen, damit ein eigenständiger Look entsteht.

Sie arbeiten mit natürlichem Haar, mit Perücken und Extensions. Was muss ein Styling-Produkt können, um bei Ihren Shows backstage zum Einsatz zu kommen?

Hairstyling für Fashion Shows ist immer eine große Herausforderung. Deshalb müssen die Produkte, die man verwendet für jeden Look das bestmögliche Ergebnis bringen. Aus diesem Grund verwenden Hairstylisten bei Fashion Shows backstage gerne die Produkte von L’Oreal Professionnel, da wissen sie genau welches Ergebnis sie bekommen. Für einen Wet-Look Effekt nimmt man Wet Gloss, braucht man ein wirklich starkes Haarspray, greift man zu Infinium im jeweils gewünschten Haltegrad. Es ist einfach zu handhaben – und es funktioniert.

Was sind Ihre Lieblingsprodukte und wie wenden Sie sie an?

Mein Lieblingsprodukt ist Super Dust, ein echter Super Style Hero und dabei ganz einfach anzuwenden. Man kann damit exakt und ganz gezielt maximales Volumen schaffen. Einfach Super Dust in den Handflächen verteilen und dann die entsprechende Haarpartie wie gewünscht mit den Händen formen. Ein absolutes Fun-Produkt, mit sich das Haar morgens schnell stylen lässt. Zu meinen Favorites gehört auch Elnett Professional, ein absoluter Klassiker – und ich liebe seinen Duft!

Rossy de Palma

Sie haben kürzlich drei Looks für die Werbung der neuen Styling-Linie Super Style Heroes kreiert. Wie war Ihre Zusammenarbeit mit L’Oreal Professionnel?

Die Looks für die drei Super Style Heroes zu kreieren, hat echt Spaß gemacht! Mit den Leuten von L’Oreal Professionnel zusammenzuarbeiten ist immer wieder erstaunlich. Sie lassen mir jede Freiheit, um meine Ideen zum Ausdruck zu bringen. Ich kann die Leistungen der Produkte bis an die Grenzen ausreizen. So sind diese wirklich extravaganten, volumenreichen, fantastischen Looks entstanden.

Bei einer Fashion-Show ist es wichtig Vieles gleichzeitig zu managen: Hairstylisten, Stylisten, Visagisten, Designer … Wie wichtig ist eine angenehme Arbeitsatmosphäre backstage für Sie?

Ich denke, dass ich beim Arbeiten relativ unkompliziert bin. Manchmal gibt es ein paar Differenzen mit meinem Mann, der mit mir arbeitet, aber das ist nie wirklich ernsthaft. Ich fühle mich wohl backstage, auch wenn der Stress-Level hoch ist. Wenn ich mich wieder beruhigen muss, höre ich einfach auf mit den Menschen um mich herum zu reden – und dann ist alles wieder ok.

Gibt es ein Vorbild? Haben Sie einen Lieblings-Hairstylisten?

Ich würde eher sagen, dass es mehrere Hairstylisten gibt, die ich sehr schätze. Beispielsweise Katsuya Kamo, er ist wirklich eine Benchmark in diesem Metier. Ich bewundere seine Arbeit. Dennoch ziehe ich es vor, mich auf meine eigenen Kreationen zu konzentrieren. Ich lasse mich gerne von Filmen inspirieren, beispielsweise von John Waters. Mein Lieblings-Hairstylist ist vermutlich jener, der für die Filme von John Waters gearbeitet hat.

Es gelingt Ihnen Mode und Hairstyling perfekt zu kombinieren. Worin besteht Ihrer Meinung nach die Verbindung zwischen diesen beiden Bereichen?

Mode und Hairstyling gehen Hand in Hand, darin besteht für mich kein Zweifel. Eigentlich ist Hairstyling ein Teil der Mode. Für einen vollständigen Look braucht es einfach beides. Das Wichtigste für mich sind Haare und Schuhe, der Rest ist mir nicht so wichtig. Eine Frau könnte auch gar nichts anhaben, mit fantastischen Schuhen und wunderbaren Haaren wird sie umwerfend aussehen.

Was ist Ihre Vision für die Mode von heute?

Für mich muss Mode kreativ sein und Spaß machen. Ich mag keine langweilige Kleidung wie es beispielsweise manche Anzüge sind. Das Leben ist mühsam genug, man sollte Kleidung nutzen, um das Leben leichter und lockerer zu machen!

Glauben Sie, dass Ihre Kreationen Eingang finden in das tägliche Leben der Menschen?

Aber natürlich! Dazu muss man nicht verrückt sein! Solange man einfach eine gute Zeit haben will, kann man meine Kreationen an jedem Tag der Woche tragen. Wenn eine Frau, die sich wohlfühlt mit ihrem Aussehen, meine Kreationen als alltägliches Outfit tragen will – warum sollte sie es dann nicht tun? Ich kenne Frauen, wie beispielsweise meine beste Freundin, die jeden Tag eine Perücke tragen. Kein Problem! Ich denke, es geht darum, sich wohl zu fühlen und locker mit der eigenen Persönlichkeit umzugehen.

Haben Sie eine eigene Definition von Weiblichkeit?

Für mich sind Frauen große, schlanke, beeindruckende Erscheinungen, Weiblichkeit hat für mich immer mit sinnlicher Ausstrahlung zu tun.

Sie sind auch durch Ihre Arbeiten für prominente Kundinnen berühmt geworden. Genießen Sie es mit Celebrities zu arbeiten?

Ich habe viele verschiedene Kundinnen. In der Tat liebe ich es, mit Celebrities zu arbeiten. Jeder fragt mich über Lady Gaga. Sie ist jung und wirklich sehr nett. Aber ich habe noch viele andere prominente Kundinnen. Wenn ich die perfekte Kundin für einen Hairstylisten wähle könnte, würde ich mich für Cher entscheiden. Sie ist fantastisch! Ein bisschen wie eine ältere Ausgabe von Lady Gaga.

Was sind Ihre nächsten Projekte? Können Sie etwas darüber sagen?

Oh, ich habe so viele Projekte! Demnächst eröffne ich einen Pop-Up Salon bei Harrods in London. Ich werde dort Perücken machen. Das ist im Moment mein größtes Projekt. Außerdem gibt es in den nächsten Monaten noch einige Projekte mit L’Oreal Professionnel. Der Rest bleibt für den Moment geheim.

Bilder/Quelle: L´Oréal Professionelle, Layout: Beautydelicious

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