Woran erkennt man echte Naturkosmetik?

Mit Naturkosmetik ist es ähnlich wie mit dem Eurovision Song Contest: Ohne Siegel läuft gar nichts, bloß dass es sich hier nicht um Hits, sondern um Echtheitsgarantien handelt. Leider sind die Logos auch bitter nötig, denn einige Firmen schwimmen zu Unrecht auf der grünen Welle mit. Aber wie soll man die voneinander unterscheiden? Zum Beispiel mit dem „Spickzettel für die Bio-Prüfung“, den uns die Redaktion von naturalbeauty.de zur Verfügung stellt.

Klar, ich benutze Naturkosmetik – davon sind viele Frauen felsenfest überzeugt. Aber Pustekuchen: In der Realität ist das oft gar nicht der Fall. Ein Kamillenbild auf dem Tiegel oder die Erwähnung von Bio-Arganöl auf der Verpackung bedeuten nämlich noch lange nicht, dass die restliche Rezeptur der Creme frei von Chemie ist. Auch die Verkaufsstelle bietet heutzutage kaum noch Orientierung, denn im Gegensatz zu früher, als es Naturkosmetik fast nur in Reformhäusern und Bioläden gab, wird echte Bio-Pflege mittlerweile auch in Parfümerien, Drogerien und Day Spas angeboten. Hinzu kommt, dass immer mehr Kosmetikhersteller eigene Siegel kreieren, die den anerkannten Qualitätszeichen zum Verwechseln ähnlich sehen. Da es sich mittlerweile in der ganzen Welt herumgesprochen hat, wie gut sich grüne Beauty in Deutschland verkauft, drängt zudem auch Nachwuchs aus dem Ausland auf den Markt. Die bringen oft ein eigenes Güte-Logo mit, das vielleicht durchaus ernst zu nehmen ist – auch wenn es uns völlig unbekannt vorkommt. Wie soll man da als normaler Käufer die Spreu vom Weizen trennen? Wir stellen Euch die Wichtigsten vor – und zwar im Schnelldurchlauf. Dann macht Euch so schnell keiner ein X für ein U vor!

Diese Siegel haben’s echt drauf:

BDIH: Dieses Siegel wurde 2001 eingeführt und gilt als Garant „deutscher Wertarbeit“. Die Produkte werden von unabhängigen Kontrollstellen geprüft, mindestens 60 Prozent des Gesamtsortiments der jeweiligen Beautyfirma müssen den strengen Richtlinien entsprechen.

Ecocert: Das bedeutendste Logo Europas stammt aus Frankreich und wird seit 2002 vergeben. Der unabhängige Verband prüft Kosmetik in über 80 Ländern, ist daher in weiten Teilen der Welt sehr bekannt und angesehen.

 

Natrue: Einigkeit macht stark: Unter diesem Motto schlossen sich 2008 sechs große deutsche Naturkosmetikmarken zusammen. Gemeinsam mit dem Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW) entwickelten sie dieses Qualitätszeichen, das auch kleine Mengen bestimmter naturidentischer Substanzen erlaubt und zwischen drei Qualitätsstufen unterscheidet.

USDA Organic: Hinter diesem Logo aus Amerika steht kein Verband, sondern der Staat. Vergeben wird es nicht nur für Kosmetik, sondern auch für Lebensmittel.

Soil Association: Auch in Großbritannien gibt es ein Naturkosmetik-Siegel: 80 Prozent aller Bio-Produkte in England tragen dieses Label, das auch auf Lebensmitteln und Kleidung zu finden ist. Einmal im Jahr führt der Verband unangemeldete Kontrollen bei den Herstellern durch.

Wer mehr wissen möchte, vor allem über die genauen Kriterien, findet jede Menge spannende Infos auf www.naturalbeauty.de. Warum haben Paraffin und Silikon in Naturkosmetik nichts zu suchen? Welche Wirkstoffe machen Sinn? Kann „bio“ genauso viel wie „konventionell“? Kompetent, aktuell und immer ehrlich klärt die Redaktion auf und hilft den Leserinnen und Lesern, sich in der Bio-Beauty-Branche zurechtzufinden. Die Palette reicht von Hautpflegetipps über Produkt-News und Nachhaltigkeitsthemen bis hin zu Inhaltsstoff-Kunde und Anwendungstests. Außerdem packt die Redaktion auch gern heiße Eisen wie z. B. die geplanten Änderungen der Duftstoffverordnung an, um sie kritisch unter die Lupe zu nehmen.

Bild: Dr. Hauschka/WALA Heilmittel GmbH

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