Zeit für sich finden

Asmona Logan

Ich stehe bestimmt nicht alleine mit dem Gefühl da, das mich in den letzten Jahren häufiger beschleicht. Das Gefühl, ich rase der Zeit immer öfter hinterher. Das Gefühl, mein Kopf ist voll mit nicht enden wollenden To-Do-Listen, Selbstoptimierungsbestrebungen, irrsinniger Multitasking-Akrobatik und dem Wunsch, mir bei allem selbst gerecht zu werden.

Bewusst geworden ist mir das alles, als ich letzten Oktober, nach Jahren, das erste Mal wieder Urlaub gemacht habe. Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken und habe eine wichtige Entscheidung für mich getroffen. Zukünftig werde ich mir bewusst mehr Zeit für mich nehmen.

Da ich mich nicht immer für zwei oder drei Tage in ein Hotel mit Spa einquartieren kann, um mich zu verwöhnen, funktionieren kleine Rituale, die nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen, im Alltag am Besten für mich.

Abends vor dem Schlafengehen, lasse ich den Tag gedanklich Revue passieren, schreibe mir in meinem Notizbuch auf, für was ich an diesem Tag Dankbarkeit empfinde und halte schriftlich fest, was ich für den nächsten Tag geplant habe.

Seit Neustem gehören auch 20-30 Minuten lesen dazu, anstatt Fernsehen zu schauen oder noch „mal schnell“ Facebook und Instagram zu checken. Wenn ich zu müde zum Lesen bin, weiche ich auf Hörbücher aus. Damit kann ich fantastisch einschlafen.

Auch Beautyrituale sind hervorragend geeignet, um sich eine Verwöhnzeit zu gönnen. Über meine Liebe zu Augenpads, die ich vor dem Aufstehen nutze, hatte ich Euch schon berichtet. Oder die Mani – und Pediküre, die ich jedes Mal zelebriere, wenn ich mir am Wochenende dafür Zeit nehme. Das Bürstenritual unter der Dusche und das anschließende Eincremen empfinde ich mittlerweile mehr als Verwöhneinheit als Pflicht. Auch Masken, deren Einwirkungszeit ich zur Meditation nutze, sind wie kleine Miniauszeiten.

Apropos Meditation: Es gibt tolle Apps, die einem dabei unterstützen. Zudem können sie immer und überall eingesetzt werden. Ob auf dem Heimweg in der Bahn, in der Mittagspause oder Abends vor dem Einschlafen. Ich mag die von Rituals sehr gerne.

Ein schönes Ritual, um morgens mit noch mehr Energie in den Tag zu starten: Yoga im Bett. Das passende Video dazu habe ich bei Tara Stiles entdeckt: https://youtu.be/J9Odgvpfv6Q. Dauert 6.22 Minuten.

Oder wie wäre es mit einem kleinen Spaziergang am Tag. Ich steige oft ein oder zwei Stationen früher aus und laufe. Das sorgt für Bewegung und einen klaren Kopf.

Ihr seht, es ist gar nicht so schwer Möglichkeiten zu finden, um sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Wichtig dabei ist für mich, die Dinge mit Achtsamkeit zu tun. Dadurch gewinnt alles an mehr Bedeutung. Manchmal nützt es auch, die Tätigkeiten, die man macht, nicht als Pflicht zu betrachten, sondern als eine wunderbare Zeit, um mit sich selbst zu sein. Zum Beispiel Kochen. 😉

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