Meridian Spa Spirit Loft Eröffnung mit ganz viel Yoga

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Letzten Samstag hatte ich das Vergnügen bei der Eröffnung des Spirit Lofts im Meridian-Spa Eppendorf, einem 250 m² großen, asiatisch eingerichteten Meditations- und Yogaloft, teilnehmen zu können und bin dabei das erste Mal mit Yoga in Berührung gekommen. Den Auftakt bildete Gabi Pohl mit Hatha-Yoga und als Schmankerl stand ihr Cosma Shiva Hagen zur Seite, allerdings mehr als schönes Maskottchen für den gemeinnützigen Verein Clubkinder, wie sie charmant bemerkte, weil sie selbst keine Yoga-Expertin oder Lehrerin sei.

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Ich muss gestehen, dass ich etwas Scheu vor meiner ersten Yogastunde hatte. Denn ich treibe zwar im Schnitt 10-12 Stunden in der Woche Kraft-, Ausdauer- oder Cardiotraining, manchmal auch etwas Pilates, aber als sehr gelenkig würde ich mich nicht bezeichnen. Und Yoga ist für mich der Inbegriff von extremer körperlicher Beweglichkeit. Hinzu kam noch die Befürchtung, dass die Frauenquote bei 95% liegen würde, was natürlich auch zutraf. Zudem saß meine Frau auch noch hinter mir und konnte den direkten Vergleich mit den anderen Teilnehmern machen. Je länger ich auf den Beginn der Stunde wartete, desto mehr beschlich mich das Gefühl, ich wäre nur von Yogaexperten umgeben und desto aufgeregter wurde ich. Alles in allem keine entspannte Ausgangsituation für mich, zumal ich als Sportler auf Wettkampf gepolt bin. Die ausgeglichene Art der Trainerin, ihre eingängige Stimme und ihre positive Ausstrahlung nahmen mir aber sehr schnell meine Bedenken und bewahrte mich vor einer Panikattacke und mit Cosima als nicht Yoga-Profi in der ersten Reihe konnte es dann auch losgehen. Natürlich kannte ich nicht ein Mantra, denn mein Sanskrit beschränkt sich auf das große stumme Nix. Die Asanas, eine Art Basis für Fortgeschrittene, wurden von der Trainerin angesagt und vorgeführt. Durch meine Unerfahrenheit und Unsicherheit bei der Ausführung, konnte ich nicht immer Schritt halten und habe dann einfach meine Nachbarn imitiert. Nach einer Weile habe auch ich mitbekommen, dass ich nicht der Einzige war, der sich anstrengen musste, sich schwer tat und schwitzte. Also konnte ich mich langsam innerlich entspannen, mehr auf die Stimme der Übungsleiterin hören und mich dadurch besser auf meine Atmung und Übung konzentrieren. Mit Sicherheit habe ich nicht alles richtig gemacht, aber das war zu dem Zeitpunkt egal, denn ich hatte jetzt richtig Spaß und ich habe alles aus mir herausgeholt. Nach einer halben Stunde waren meine Sachen fast so nass wie nach einem 10 km Lauf. Irritierend für mich war die Ruhe, mit der die Lehrerin alles anleitend kommentiert hat. Es war eine tolle Erfahrung, den Körper als Gefäß für die energetische Reflexion im umfassenden Sinn zu nutzen. Natürlich konzentriere ich mich auch bei anderen Kursen wie Pilates, Spinning usw. Aber in dieser Form habe ich es noch nie erlebt. Beim Fahrrad fahren in der Stadt ist man auch aus reinem Überlebensinstinkt hoch konzentriert. Manchmal hat man dabei das Glück und kann den einwirkenden Stress durch andere Verkehrsteilnehmer ausblenden, in einen Flow kommen und die innere Anspannung loswerden. Beim Yoga hat man keine äußeren Einflüsse und der innere Stress fließt nach außen ohne Schaden anzurichten. Zumindest war das mein Gefühl, zusammen mit Zufriedenheit und Ausgeglichenheit.

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Im Anschluß wurde der Meditaitonsraum- und die Zen-Schleuse (der Eingangsbereich zum Loft mit Sitzgelegenheit und großer Buddhastatue) offiziell von dem Zen-Meister Hinnerk Polenski und seinen Mönchen eingeweiht. Vor, zwischendurch und nach der Zeremonie wurde meditiert. Normalerweise ist das als eine Einheit gedacht. Da es aber eine Demonstration der Daishin-Zen-Schule war und entsprechend erläutert wurde, gab es ein paar Abweichungen vom üblichen Ablauf. Ich fand es sehr interessant, und zum Schluss, nach ungefähr 75 Minuten kniend auf einem kleinen Schemel sitzend, auch anstrengend. Als Anfänger war es uns natürlich auch erlaubt uns im Sitzen zu bewegen. Normalerweise ist die regungslose Meditation das Ziel, aber davon waren die meisten Teilnehmer weit entfernt. Die Sitzungen waren von interessanten Fragestellungen, Erläuterungen oder Gesprächen, die den persönlichen Horizont erweitern sollen, durch den Meister begleitet. Dabei geht es vor allem um das Erkennen und den gelassenen Umgang mit der eigenen Persönlichkeit und der Erforschung des persönlichen Potentials.

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Zum Abschluss gab es Aerial-Yoga. Mit einem an der Decke verankerten Tuch trainiert man Yoga-Techniken und natürliche Bewegungsabläufe, die durch den Schwerpunkt, der Einheit Körper, Tuch und Aufhängung vorgegeben sind. Bei dieser Form geht es um einen spielerischen Umgang mit der Schwerkraft. Das Abgeben des eigenen Körpergewichtes an das Tuch, das Arbeiten an der Flexibilität und der Stärkung des eigenen Körpers sind zentraler Inhalt dieser Yogaform. Die Asanas werden mit Pendelbewegungen, Rotationen und auch translatorischen Bewegungen kombiniert. Dabei werden die Muskelgruppen an Armen, Beinen, Rücken, Bauch und Schultern gedehnt und angespannt. Es werden Kraft, Ausdauer, Geschmeidigkeit und Beweglichkeit gefördert, wie übrigens beim Yoga allgemein.

Zugegeben, am Ende des Kurses war mir ein bisschen schlecht. Das lag aber vor allem an meiner Unerfahrenheit und meinem Anspruchsdenken unbedingt auch auszuprobieren, was mir auch ohne Dhanya, der Trainerin, so an Ideen kam. In jedem Fall habe ich selten so entspannt rumgehangen und nachts so ruhig geschlafen

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Am nächsten Tag ging es trotz Muskelkater weiter. Ich hatte ein wenig rumgejammert und wollte erst nicht zum Power-Yoga. Aber meine Frau hat mir gut zugeredet und im Nachhinein bin froh darüber. Denn die 7 km Hinfahrt mit dem Rad konnte ich als Aufwärmtraining nutzen, zumal der leichte Muskelkater einen noch bewusster agieren lässt und der Kurs noch einmal eine Spur anstrengender war, was mir sehr gefiel. Diesmal hat Julian Orthmann den Kurs geleitet. Aufgrund seiner Auswahl an Asanas in Kombination mit den Klängen von DJ Elbe, war das Training dynamischer. Vor allem habe ich die Planke zumindest geistig verinnerlicht. Die Planke kann man mit der Ausgangslage zum Liegestütz vergleichen. Man kehrt immer wieder dahin zurück und kombiniert sie mit anderen Übungen möglichst fließend. Dabei ist wie immer die Atmung elementar, um die richtige Körperspannung aufrecht zu erhalten.

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Power-Yoga ist sehr schweißtreibend, wenn man voll mitgeht und diesmal hätte ich mein Shirt schon nach 15 min wechseln können. Vor allem hat mir die exzessive Schulung des Koordinations- und Gleichgewichtsgefühls im Stehen gefallen. Ich habe mir vor Jahren bei einem Unfall einen Teil der linken Bänder im Knie überdehnt. Eine Physiotherapeutin hat mir dann diverse Übungen gezeigt, um das Zusammenspiel der Muskulatur der Beine zu verbessern. Beim Power-Yoga kann ich mir diese Extra-Einheiten sparen, da alle tief liegenden Muskeln, ähnlich wie beim Pilates, aktiviert werden. Nach anderthalb Stunden habe ich mich dann aber doch über das Ende gefreut. Auch durch die Rückfahrt auf dem Radel, konnte ich danach ohne schlechtes Gewissen den selbstgebackenen New York Cheesecake von meiner Frau essen.

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Ich werde in jedem Fall Yoga in mein Training integrieren und wer ganzheitlich etwas für sich tun möchte, dem kann ich nur empfehlen es mir gleich zu tun. Allerdings werde ich die Asanas und Pranayamas (Atemtechniken) im Einklang mit einer Anamnese ausführlich und gründlich mit einem Trainer erlernen. Vielen Dank an das MeridianSpa für dieses Yoga-Wochenende.

Bilder: Meridian Spa/Beautydelicious

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