Platzreife in der Golf Lounge

Golf war für mich bisher immer ein Sport für ältere Damen und Herren bzw. für Mitschüler, die im Sportunterricht völlig versagt hatten. So viel zum Thema Vorurteile. Deshalb habe ich es vielleicht bisher nie probiert, auch mangels Gelegenheit und weil es ausreichend andere Sportarten gibt, die ich treibe. Eine Veranstaltung, zu der die Golf Lounge eingeladen hatte, gab mir Gelegenheit, meine Meinung zu dem Thema zu ändern. Die Golf Lounge bietet ganzjährig die Möglichkeit seinen Abschlag und wetterabhängig, auch das Chippen, Pitchen und Putten zu trainieren, ohne Mitglied in einem Golfklub sein zu müssen. Ein kleiner 9-Lochgolfplatz rundet das Ganze ab. Wenn man Mitglied in der Golf Lounge ist, kann man je nach Vertragsart, in über 23 verschiedenen Partnergolfklubs der Lounge in und um Hamburg günstig spielen. Zudem erhält man, mit der DGV Mitgliedschaft im GOLF LOUNGE e.V., weltweiten Zugang zu schönen Golfplätzen.

Während der Veranstaltung habe ich mich, nach dem man mir Talent und ein gutes Ballgefühl attestiert hatte, von sehr kompetenten Ladys überreden lassen, die Platzreife in Angriff zu nehmen. Auch wenn ich bezüglich meines Talentes nicht ganz ihrer Meinung war. Denn natürlich merkt man schon nach ein paar Schlägen wie einfach es sein kann den Ball zu treffen. Allerdings nach den ersten 70-80 Abschlägen melden sich diverse Muskeln, die man sonst nicht oft nutzt und entsprechend werden die „schönen“ Abschläge seltener, da Ermüdungserscheinungen einem das Spiel erschweren. Wäre mir mein Wissen um den folgenden Muskelkater in Bauch- und Unterarmmuskulatur vorausahnend zugeeilt, hätte ich charmant, aber bestimmt abgelehnt.

Nun war es aber schon beschlossene Sache. Zwei Wochen später war der Kurs gebucht: in vier Tagen zur Platzreife! Zum Glück waren wir nur zu zweit im Kurs und so hatte unser Lehrer Tim ausreichend Zeit alles ausführlich zu erklären und zu korrigieren. Ich habe den ersten Kurstag dann auch gleich sportliche 400-450 Bälle abgeschlagen, weil es regnete und wir weder putten, chippen oder pitchen konnten. Das war kein schwerwiegender, aber vielleicht doch ein Fehler, denn am nächsten Tag hatte ich so noch heftigeren Muskelkater in der Bauchmuskulatur, das ich befürchtete mich zur Prüfung nicht mehr bewegen zu können. Meinem Hirn, es vergisst schnell Schmerzen, wenn mir etwas Spaß macht, und dem Wetter sei Dank konnten wir aber an unserem Pitch, Chip oder Putt arbeiten, was ich als wesentlich schwieriger empfinde. Denn beim Abschlag habe ich zumindest das Gefühl, etwas vollbracht zu haben, auch wenn der Ball wie bei mir immer nach rechts wegdreht, also als Slice endet. Das kann gekonnt aussehen, muss es aber nicht. Beim Pitch oder Chip wiederum kommt es vielmehr auf die Technik an. Aber auch das klappt, irgendwann, so meine Hoffnung. Bis zur Prüfung bekam ich immer wieder Zweifel, ob ich den praktischen Teil bestehen würde, und war frustriert, gerade in Bezug aufs Chippen. Aber Tim war so entspannt und gab uns immer ein positives psychologisches Feedback, dass uns nichts anderes übrig blieb, als engagiert zu Werke zu gehen und unser Bestes zu geben. Bei der theoretischen Prüfung hatte ich keine Bedenken, denn Dank diverser Seiten im Internet und passenden Apps wird einem das Lernen recht leicht gemacht. Die Theorie wurde am Ende mehr oder weniger im Vorbeigehen absolviert. Und dann war ich überrascht, 50 Euro Prüfungsgebühr und die ersten 5 Löcher auf einem Golfplatz später hatte ich meine Platzreife, obwohl ich die ersten zwei Löcher völlig versagt hatte. Golf macht furchtbar viel Freude und Spiellaune, vor allem wenn die Atmosphäre so locker ist, wie in der Golf Lounge. Das ist ja nicht in allen Clubs so. Ein Manko hat Golf. Wenn man gut spielen möchte, muss man Zeit investieren. Und die habe ich im Moment leider nicht. Aber sobald es zeitlich wieder passt, wird man mich öfters auf dem Platz oder der Driving Range sehen.

Empfehlen kann ich aus der Collection Rolf Heyne das Buch „100 klassische Golftipps für Frauen“ von Kathy Whitworth. Die Golflegende hat die Crème de la Crème der Damentour um sich geschart und mit ihnen 100 klassische Tipps zusammengestellt – ein reichhaltiger Schatz für Anfänger und Fortgeschrittene, toll  illustriert von Anthony Ravielli. Ca. 20 €. Es gibt auch das männliche Pendant dazu von Christopher Obetz.

Bilder: PR

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