8sam – vegane Naturkosmetik für ein gutes Karma

Blattkultur_Tanja

Werbung // Als ich das erste Mal mit Tanja Unger, Gründerin von Blattkultur und der Naturkosmetiklinie 8sam sprach, war sofort eine gemeinsame Wellenlänge da. Wir beide sind sehr an Naturkosmetik und Nachhaltigkeit interessiert, trotzdem aber auch Genussmenschen mit einem Faible für die schönen Dingen im Leben, beide glücklich kinderfrei, reisefreudig und über die Maße begeisterungsfähig. Für unser Treffen mit Interview war klar, dass es irgendwo am Wasser sein wird, denn wir beide lieben das Maritime. Und da der Termin an der Elbe zwei Mal verschoben werden musste wegen Regen, ist es am Ende Bodo´s Bootssteg geworden mit Blick auf die Alster und leckerem Streusel-Pflaumenkuchen.

BeautyDelicious: Was hast Du gemacht, bevor Du 8sam gelauncht hast?

Tanja Unger: Ich komme aus der Finanzbranche und bin Unternehmensberaterin für Start-ups. Ich berate die Unternehmen von der Gründung bis ca. über die ersten zwei Jahre in finanziellen und kaufmännischen Angelegenheiten und wenn vom Kunden gewünscht, dann übernehme ich auch gern die kaufmännische Geschäftsführung. Das mache ich parallel zu Blattkultur, denn davon allein kann ich noch nicht leben. Aber das war eine bewusste Entscheidung, da ich nie den Druck haben wollte, alleine von Blattkultur leben zu müssen. Deshalb das Backup.

Interview_Tanja_Unger

BeautyDelicious: Wie sind die beiden Jobs im Moment aufgeteilt?

Tanja Unger: *lacht* Gefühlt im Moment zwei Fulltime-Jobs. Wobei Blattkultur im Moment 80 % meiner Zeit beansprucht.

BeautyDelicious: Leidet Dein Privatleben darunter?

Tanja Unger: Ich versuche es zu vermeiden, das zu bejahen. Das liegt wohl daran, dass ich mir dann eingestehen müsste, dass es das im Moment wirklich tut. Natürlich muss ich diesbezüglich Abstriche machen. Aber bevor ich mit Blattkultur gestartet bin, habe ich für mich bewusst die Entscheidung getroffen, dass ich mein Privatleben zurückschrauben muss, um in dieses neue Projekt genauso viel Herzblut investieren zu können. Ich habe das Glück, einen Partner an meiner Seite zu haben, der mich sehr unterstützt, sonst wäre das so nicht möglich. Ein Partner, der das nicht versteht, kostet zu viel Kraft.

Das Privatleben soll einem aber Energie geben und nicht rauben. Es ist auch hilfreich, wenn der Partner keinen regulären Acht-Stunden-Job hat, wo Feierabend eben auch wirklich Feierabend bedeutet. Das funktioniert nicht, wenn man so was macht wie ich. Das kam aber auch schon vor Blattkultur für mich nicht infrage, weil ich vollblut-selbstständig bin und immer viel gegeben habe für meinen Job. Wenn man Menschen aus einem Umfeld fragt, dann sagen die: „Tanja hat nie Zeit. Wie hat sie das denn wieder gemacht?!“ Du umgibst dich automatisch mit Menschen, die den gleichen Lebensstil, den gleichen Anspruch bezüglich ihres Business haben, und trotzdem ist Blattkulturwie ein Stück Privatleben, da so viel von mir drinsteckt. Andere haben vielleicht ein Hobby, ich habe Blattkultur, was mich sehr erfüllt.

BeautyDelicious: Hast Du auch einen unterstützenden Freundeskreis? Denn manchmal sind es gerade Freunde, die einem eben nicht zur Seite stehen, sondern es einem eher es noch schwerer machen.

Tanja Unger: Ich habe gerade in der Anfangszeit gemerkt, was für tolle Freude ich habe. Das sind Menschen, die haben es mehr als verdient, als Freunde, sogar als Familie bezeichnet zu werden. Alleine, dass sie nichts gefordert haben, in Zeiten, wo ich nicht viel geben konnte und mir dadurch kein schlechtes Gewissen gemacht und mir Verständnis entgegengebracht haben.

Tanja Unger_Blattkultur

BeautyDelicious: Du sagtest, dass Du für Deinen Beruf bewusst Abstriche in Kauf genommen hast und es auch weiter tun wirst. Gehört es dazu, dass Du kinderfrei bist?

Tanja Unger: Ja. Da war eine bewusste Entscheidung. Als ich ein halbes Jahr verheiratet war, fand ich das Projekt Mutter in dieser Zeit großartig. Ich wollte Kinder. Habe aber gesagt, wenn, dann möchte ich fünf Kinder haben und nichts anderes machen. Aber am Ende hätte ich etwas aufgeben müssen, wozu ich nicht bereit gewesen bin: meine hart erarbeitet Selbstständigkeit. Ich wollte nicht abhängig werden, Abstriche machen und meinen Kindern gegenüber ein schlechtes Gewissen haben, weil ich schnell wieder in den Job zurückkehren müsste, um den Anschluß nicht zu verlieren.

Außerdem fand ich den Lifestyle, den ich gelebt habe, einfach cool. Und wenn man mich fragt, ob ich den Verzicht irgendwann bereuen werde, kann ich nur sagen: Ja, das werde ich auf jeden Fall. Heute noch nicht, aber wenn ich mal richtig alt bin, dann werde ich mir sicherlich wünschen, dass da Kinder von mir sind. Aber ich konnte es nicht beides mit mir vereinbaren. Ich war auch nicht egoistisch genug, um alles zu wollen. Das habe ich mir nicht zugetraut. Ich hatte aber auch nie eine biologische Uhr, die an mir zerrte. Ich liebe Kinder und bin eine super Nanny. Wäre ich allerdings schwanger geworden, hätte ich es bekommen.

BeautyDelicious: Was hat Dich bewogen, Blattkultur zu gründen?

Tanja Unger: Ich wollte schon immer einmal etwas beruflich machen, was nicht direkt mit meiner Person als Dienstleistung verbunden ist. Unabhängig davon hatte ich mein Leben lang Problemhaut. Schon als Teenager litt ich unter eine Pubertätsakne, danach kamen Neurodermitis, Pickel und Sonnenallergie. Über die Jahrzehnte habe ich unzählige Produkte ausprobiert und Unmengen an Geld in teure Kosmetik versenkt.

Nun habe ich das Privileg, über Geld zu verfügen, um mit einer kleinen familiengeführten Manufaktur in Schleswig-Holstein, die auf Naturkosmetik spezialisiert ist, Produkte zu entwickeln mit hochwertigen Ingredienzien, die mir gut tun. Es war zuerst nur ein Projekt, auf das ich ganz privat Lust hatte. Die Produkte haben mir wirklich geholfen und Freunde von mir waren nach der Testphase auch begeistert und haben dann gesagt, dass ich das unbedingt vermarkten  muss.

„Karma statt Pharma.“

8sam_Tanja_Unger

BeautyDelicious: War von vornherein klar, dass es Naturkosmetik sein wird?

Tanja Unger: Das stand zu Beginn fest. Was nicht klar war – dass 8sam vegan wird. Ich habe im Laufe der zweijährigen Entwicklung immer wieder neue Muster von der Manufaktur erhalten. Nach ewig vielen Tests waren es am Ende die veganen Rezepturen, die mir am besten gefallen haben, das Beste für meine Haut waren und ich guten Gewissens damit in die Vermarktung gehen konnte.

BeautyDelicious: Haben der Veganismus der Pflegeserie und die intensive Beschäftigung mit dem Thema Einfluss auf Dein übriges Leben?

Tanja Unger: Total! Ich bin keine Veganerin, habe aber schon als Kind oftmals Probleme gehabt, wenn es um tierische Lebensmittel ging. Ich habe ein starkes Bewusstsein, was das Thema betrifft. Ich habe Phasen, da kann ich keine Milch trinken oder essen, weil es mir nicht schmeckt. Das ist der Weg, wenn man etwas plötzlich nicht mehr mag. Wie gesagt, ich bin keine Veganerin, könnte aber passieren, dass ich es werde. Aber es gibt natürlich schon Sachen, die für mich ein No-Go sind. Ich bin gegen Massentierhaltung und finde es ganz schlimm, dass Tiere gequält werden, damit ich Nahrung erhalte.

Das fängt bei den Milchprodukten an, wo die Kuh von ihrem Kalb direkt nach der Geburt getrennt wird, damit es nicht die Milch wegtrinkt, die ihm eigentlich zusteht. Damit sollte man sich auseinandersetzen. Meine Lebensmittel kaufe ich nur beim Hofbauer. Einkaufen beim Discounter ist die Ausnahme. Wenn ich wie jetzt mit Dir hier gesellig sitze und einen Kuchen esse, geht es, aber wenn ich mich jetzt in diesem Moment damit auseinandersetzen würde, habe ich sofort Bilder im Kopf und es geht mir nah. Du siehst, dass Bewusstsein ist vorhanden und das Thema „vegan“ nimmt immer mehr Platz in meinen Leben ein. Es ist ein Prozess.

8sam_Naturkosmetik

BeautyDelicious: Als ich Dein modernes Design und Packaging das erste Mal gesehen habe, schoss mir sofort die Frage in den Kopf, ob Du Dir schon den Vorwurf anhören musstest, dass Naturkosmetik kein Lifestyle/Trend ist, von Teilen aus der Branche, die noch sehr an dem Bild der 1980er festhalten, wo Design und Schönheit in der Naturkosmetik nicht sehr im Fokus standen.

Tanja Unger: Ja, habe ich. Aber Öko, Lifestyle, Fashion, Sexyness und Design sind für mich kein Widerspruch. Deshalb habe ich mich ganz bewusst entschieden, bevor ich das erste Mal die entsprechenden Messen besucht habe, meinen Look & Feel reinzubringen, weil ich von meinem Konzept überzeugt war. Aber ich gebe zu, dass ich kurz vor dem ersten Messeauftritt in Hannover Angst bekommen habe, Face to Face mit Kunden zu sein und Feedback für die Produkte zu bekommen. Als wir den Stand aufgebaut hatten, war es für uns plötzlich eine skurrile Situation. Wir zwischen all den grünen und weißen Ständen mit dem schwarzen „Karma statt Pharma“-Stand, schwarze Flaschen und schwarze Fairtrade-Poloshirts … total „fashion“. *lach*

Aber dann kamen die ersten Leute, waren begeistert von dem Look und das war wie eine Absolution. Es wurde so gut angenommen und die Leute waren begeistert. Ab dann lief es und damit die Bestätigung, dass es richtig war und ist, mir treu zu bleiben. Aber natürlich kamen Menschen auf mich zu und warfen mir vor, auf öko „ zu machen“ und auf den Lifestyle-Trend aufzuspringen. Da kann man nur versuchen, selbstbewusst gegenzuhalten. Was nicht bedeutet, dass ich es nicht auch von Zeit zu Zeit hinterfrage, ob die Zeit für mein Produkt reif ist, ob man so was kommerziell vertreiben kann. Aber ich habe mir selbst gesagt, dass ich jetzt so mutig sein will, genauso ein Produkt zu verkaufen.

Ich bin überzeugt, dass es viele Frauen gibt, so wie mich, bei denen gerade in dem Bereich eine Entwicklung stattfindet. Wo die Achtsamkeit wächst. Es geht nicht um ein Missionieren, sondern eben um Achtsamkeit. Und Aufmerksamkeit ist eine Energie und die hat jeder. Wir haben bei der Entwicklung viele und auch die richtigen Fragen gestellt und können die nun mit gutem Gewissen beantworten.

„Naturkosmetik passt nicht zu Dir!“

Blattkultur_Achtsam_Tanja Unger

BeautyDelicious:  Wenn Du sagst, Frauen wie Du, wie würdest Du Dich und somit die Kundinnen von 8sam beschreiben?

Tanja Unger: Es sind Frauen, die Schwierigkeiten mit ihrer Haut haben, die Naturkosmetik lieben, die achtsam sind und Dinge hinterfragen. Die die schönen Dinge im Leben zu schätzen und zu genießen wissen, ein Selbstverständnis für sich haben, Mitten im Leben stehen und eine Haltung angenommen haben.

BeautyDelicious: Bei Euren Preisen ist die Zielgruppe aber limitiert und die Kundin muss bereit sein, den entsprechend Betrag zu zahlen.

Tanja Unger:  Wir haben versucht, die Preise im Verkauf so zu entwickeln, dass sie für den Durchschnitt bezahlbar sind. Wir haben uns klar gegen Discountpreise entschieden, was wir durch die Fachhändler-ICADA-Zertifizierung zum Ausdruck bringen. Und durch die Qualität der Rohstoffe.

BeautyDelicious: Findest Du, dass es noch viel Scheuklappendenken im „Grünen Bereich“ gibt, wenn es darum geht, wie öko definiert und wer wirklich öko ist?

Tanja Unger: Definitiv. Aber es findet eine Entwicklung statt. In wenigen Jahren wird alles viel selbstverständlicher und in der Mitte angekommen sein. Das sieht man ja an den Europawahlen und dem Erfolg der Grünen. Die Menschen haben oder entwickeln Bewusstsein und das sind nicht nur die Jungen. Ich selbst erlebe diese Vorurteile selbst, wenn ich sage, dass ich Naturkosmetik herstelle. Da werde ich skeptisch gemustert und bekomme gesagt, dass das nun gar nicht zu mir passen würde. Das stimmt aber nicht. Wir sind vom Look & Feel wie eine konventionelle Kosmetikmarke, aber unsere Philosophie steht für das Gegenteil.

BeautyDelicious: 8sam und damit Achtsamkeit sind Eure DNA. Nun wird der Begriff mittlerweile inflationär genutzt und ausgehöhlt. Was bedeutet Achtsamkeit für Dich?

Tanja Unger: Manchmal kann ich den Begriff selbst nicht mehr hören. *lach* Für mich bedeutet es, sich mit sich selbst und seiner Umwelt auf eine freundliche Art zu beschäftigen. Denn durch Freundlichkeit bekommt man so viel zurück. Gerade, wenn einem Unfreundlichkeit entgegengebracht wird. Auch bedingt Achtsamkeit, dass man sich selbst viele Fragen über sich stellt und darüber reflektiert, wie man mit seinem Gegenüber umgeht. Etwas, was die Welt dringend benötigt. Achtsam sein bedeutet auch, dass ich versuche, nicht zu pauschalieren und den Menschen sehe, der auch mal eine andere Meinung hat, und mich in Toleranz und Akzeptanz zu üben. Ich lache viel und auch oft Menschen an und wenn ich da ein Lächeln zurück bekomme, bin ich happy. Schlaf ist auch eine Form von Achtsamkeit, genauso wie die wenige Zeit richtig zu genießen, die ich habe. Dafür bin ich sehr dankbar, dass ich das mittlerweile kann. Hat wohl etwas mit dem Älterwerden zu tun.

Aus Achtsamkeit lebe ich auch ländlicher. Ich liebe es, dass es dort nicht anonym ist. Ich fühle mich dort von meinem Umfeld beschützt und geborgen. Wenn ich drei Tage nicht auf der Bildfläche erscheine, dann wird gehandelt, weil mich die Leute kennen. Ich finde auf dem Land die Ruhe, die ich dringend brauche bei dem Stress, den ich täglich durch die Arbeit in der Stadt habe. Da ist das Ländliche wie eine Oase, wo mich keiner findet und auch nicht spontan vorbeikommt. Keiner will da rausfahren. *lach*

Du kommst nach Hause, es ist ruhig und dadurch werde ich sensibler. Es erdet mich und führt dazu, dass ich viel schneller Energiesauger erkenne und selektiere. Ich möchte die Stadt allerdings nicht missen. Ich geniesse beides. Allerdings könnte ich nie wieder zurück in die Provinz, wo ich wohlbehütet und glücklich aufgewachsen bin, wo am Tag zwei Busse fuhren. Eine Katastrophe!

„Man muss nicht alles 100 % richtig machen.“

Asmona_Logan
Bodo´s Bootssteg

BeautyDelicious: Die wenige Zeit, die Du im Moment hast, wie verbringst Du die?

Tanja Unger: Die nutze ich, um meine Partnerschaft zu pflegen. Wir reisen viel und mögen es gemeinsam Impressionen zu sammeln, die weit von unserem Mikrokosmos entfernt sind. Das macht einen offener, wenn man andere Kulturen kennenlernt und andere Städte erlebt.

BeautyDelicious: Deine drei liebsten Reiseziele, wo Du immer wieder hinreisen könntest?

Tanja Unger: Costa Rica, Seychellen und noch einmal Costa Rica. Das waren meine schlimmsten und gleichzeitig schönste Erfahrungen, die mir niemand je wieder nehmen kann. Mit dem Rucksack habe ich sechs Wochen lang das Land erkundet. Großartig!

BeautyDelicious: Nun sind das alles Fernreisen, die mit Nachhaltigkeit schwierig zu vereinbaren sind. Wie gehst Du mit dem Thema um?

Tanja Unger: Ich weiß, dass es im Konflikt zu nachhaltigem Reisen steht. Diese Reisen sind allerdings Jahre her und seitdem habe ich aus Zeitgründen keine solche Reisen mehr unternommen. Aber ich kann es vor mir rechtfertigen, denn Reisen gibt mir so viel Kraft und Energie. Darauf möchte ich nicht verzichten. Ich sage immer, es geht nicht um das Missionieren und Verurteilen. Das tue ich selbst nicht. Wenn jeder von uns etwas nachhaltiger leben würde, hätten wir schon viel erreicht. Und ich lebe schon so achtsam, dass ich das für mich legitimieren kann. Ich als Mensch brauche diesen Input. Wobei ich natürlich mittlerweile noch bewusster reise. Kreuzfahrten gehen für mich nicht mehr. Man muss nicht alles 100 % richtig machen, der goldene Mittelweg ist das Ziel.

„Eine Alternative zur konventionellen Kosmetik für Frauen mit Haltung!“

8sam_vegane_Naturkosmetik

BeautyDelicious: Wenn ich neugierig auf Achtsamkeit geworden bin, warum sollte ich gerade Deine Produkte kaufen?

Tanja Unger: Wenn Du als Kunde zu mir kommst, geht es generell erst einmal darum, ob Du zufrieden bist mit der Kosmetik, die Du gerade benutzt. Wenn das der Fall ist, bin ich glücklich und würde nicht versuchen Dir etwas zu verkaufen, weil es an sich schon schwer ist, eine geeignete Pflege für sich zu finden. Bleib dabei. Nur aus Lust, was Neues zu probieren und die für Dich passende Pflege nicht mehr zu verwenden – lass es.

Bist Du aber unzufrieden mit den Produkten, dann stelle ich Dir gerne meine Range von acht Produkten vor, die alle aufeinander abgestimmt sind und besonders für die sensible, anspruchsvolle Haut geeignet sind. Aber auch für das Thema Aging. Die Serie ist so konzipiert, dass Du mit der Reinigung beginnst. Dafür gibt es den Cleanser und ich rate jedem, dafür unseren Konjac-Schwamm zu nutzen. Damit kann man sich Peeling und Co. schenken. Danach klärst Du mit einem Tonic und hast danach eine Basispflege, einmal die reichhaltige Rich und das fluideartige Moisturizing, die gerade für den Sommer sehr gut geeignet ist. Die Basispflege kannst Du nun mit einem der vier Öle Anti-Aging, Hydrating, Protecting und Healing aus reiner Wildsammlung anreichern.

Je nach dem, was Du gerade benötigst. Denn jede Haut hat einen Zyklus und andere Bedürfnisse und mit diesen acht Produkten kannst Du Deine Pflege entsprechend anpassen, ohne die Serie wechseln und zu viele Produkte verwenden zu müssen. Viel hilft viel ist nicht immer der richtige Weg bei der Hautpflege.

Wichtig ist die Wirkstoffkombination der Produkte und unsere Linie nutzt regionale wie auch afrikanische und südamerikanische Essenzen. Unsere Kosmetik ist reichhaltig, ohne den oftmals öligen Film und kann auch als Make-up Grundlage genutzt werden. Was noch für die 8sam-Produkte spricht, ist, dass sie in Norddeutschland produziert werden, vegan und die meisten Inhaltsstoffe in KBA-(kontrolliert biologischer Anbau)-Qualität sind, oder sogar aus Wildsammlung, wir hochwertiges Violet-Glas einsetzen, das vor UV schützt, keine weitere Umverpackung benutzen und der Versand ebenfalls nachhaltig ist. D.h. wir versenden nur mit DHL GoGreen, nutzen Holzwolle und verzichten auf Plastikfüllstoffe. Wir haben also nicht nur eine gute Wirkstoffkombination, sondern tun auch etwas für das Umwelt-Gewissen unserer Kunden. Und die 8sam-Range sieht auch noch super aus!

Tanja Unger_Asmona Logan

BeautyDelicious: Bleibt es bei den acht Produkten oder ist noch etwas in Planung?

Tanja Unger: Auf jeden Fall. Im nächsten Jahr kommen wir mit zwei Körperpflegeprodukten raus für die Haut ab 35 und einer Augenpflege. Da freue ich mich schon sehr drauf.

BeautyDelicious:  Was ist mit Sonnenpflege?

Tanja Unger: Würden wir sehr gerne machen, aber es ist einfach schwierig, wenn es vegan, ohne Nanopartikel, mit guten Wirkstoffen sein und die Konsistenz meinen Anforderungen entsprechen soll. Dafür habe ich gerade keine Lösung und dann lasse ich es. Gerade weil ich selbst eine Sonnenallergie habe und bis jetzt noch kein Produkt gefunden habe, bei dem meine Haut nicht mit Pickeln und Ähnlichem darauf reagiert.

BeautyDelicious: Was würdest Du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? 

Tanja Unger:  Wenn ich Macht hätte, dann würde ich eine neue Währung einführen und die würde „RESPEKT“ heißen.

BeautyDelicious: Was würdest Du tun, wenn Du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest?

Tanja Unger: Dann würde ich üben „einfach mal an nichts zu denken“!

BeautyDelicious: Vielen Dank für das schöne Gespräch, liebe Tanja!

Tanja_Unger_8sam

Den 8sam Shop findet Ihr hier. Schaut auch mal auf Instagram oder Facebook und lasst Euch inspirieren.

Großes Dank auch an Bodo´s Bootssteg für die Nutzung der Location für das Interview. Ich habe während meines Studiums und auch danach, dort gekellnert, tolle Erinnerung gesammelt und gelernt, dass es niemals schlechtes Wetter gibt, sondern nur die unpassende Kleidung. Denn auch im Regen würde weiter bedient, eben im Friesennerz! Und schön, dass der Pflaumen – Streuselkuchen immer noch so gut schmeckt.

Bilder: Leila Ivarsson



Veröffentlicht am
5. Juli 2019



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