Clean Beauty bis in die Fingerspitzen-„Natürliche“ Nagellacke

natürliche nagellacke

Clean Beauty, also Kosmetik, die auf bestimmte Inhaltsstoffe verzichtet, scheint allgegenwärtig. Immer mehr Menschen haben aus den unterschiedlichsten Gründen das Gefühl, dass „weniger“ manchmal „mehr“ ist. Bei einigen ist es eine Allergie gegen einen Inhaltsstoff, der sie zu Produkten greifen lässt, die „frei von“ sind. Andere möchten es eher natürlich und fühlen sich mit wenigen ausgesuchten Stoffen einfach wohler. Welche Gründe auch immer dahinter stecken – es ist eine Entwicklung, über die ich mich als Naturkosmektikfan freue. Was bisher schon bei der Gesichts- und Körperpflege im Regal zu finden war, gibt es jetzt auch bei Nagellacken. Dazu sollte man wissen, dass es nahezu unmöglich ist, einen 100% natürlichen Nagellack herzustellen, wenn das Produkt gleichzeitig lang anhaltend sein soll, eine hohe Deckkraft besitzen und schnell trocknen soll – Lacke mit diesen Eigenschaften sind qualitativ mit herkömmlichen Lacken nicht zu vergleichen. Deshalb muss man eben Abstriche bei der Natürlichkeit machen. Die „free from“-Lacke nehmen trotzdem die Herausforderung an und ersetzen eine Reihe von Stoffen durch Substanzen natürlichen Ursprungs. Um die Lacke zu kennzeichnen und die Anzahl der chemischen Stoffe, die nicht im Nagellack enthalten sind, darzulegen, sind sie mit einer Kennziffer von „3-free“ bis „14-free“ versehen. Leider gibt es bislang kein allgemeingültiges offizielles Siegel oder ein Zertifikat für die „free from“-Angaben.

Hier meine Produkt-Empfehlungen für natürliche, verträgliche Alternativen zu den gängigen Nagellacken:

Der Pariser Nagellackspezialist Kure Bazaar hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Nagellack zu entwickeln, dessen Inhaltsstoffe zu 85% natürlichen Ursprungs sind, z.B. aus Getreide, Mais, Kartoffeln und Baumwolle. Das sorgt für gesunde und geschmeidige Nägel. 10 ml, ca. 17 Euro.

Laut Hersteller frei von: Toluol, Formaldehyd, Dibutylphthalat, synthetischem Kampfer, TPHP, Parabenen, Xylen, Styrol, Benzophenon-1 und Benzophenon-3.

OZN Nagellack ist schnell trocknend, besitzt eine lange Haltbarkeit sowie eine hohe Deckkraft und ist zudem vegan. Darüber hinaus wird streng nach Halal-Richtlinien produziert. Das bedeutet, auch in den Schmiermitteln, Laufölen und Fetten der Produktions- und Abfüllmaschinen sind keine tierischen Produkte enthalten, ebenso wenig in den Reinigungs- und Desinfektionsflüssigkeiten. Es gibt keine parallele Lagerung mit tierischen Produkten und separate Maschinen und Abfüllanlagen für die veganen Produkte. Zusätzlich besitzen die Lacke pflegende Eigenschaften von Vitamin A, C, E und Pro B5, wodurch die Nägel gekräftigt werden und ihre natürliche Flexibilität behalten. 12 ml, ca. 15 Euro.

Laut Hersteller frei von: Formaldehyd, Dibutylphthalat (DBP), Xylol, Kampfer, Silikon, Mineralöl, Colophonium, Aceton, Toluol, Mineralöl und Triphenylphosphat (TPHP).

Die vegane Nagelkosmetik des Berliner Labels Gitti basiert auf 55% Wasser statt der üblicherweise eingesetzten Lösungsmittel. Daher sind die Lacke auch unbedenklich für Schwangere. Sie sind geruchsneutral, tierversuchsfrei und werden nachhaltig und fair in Frankreich hergestellt. Pflegende und schützende Inhaltsstoffe wie Vitamin C, E und Provitamin B5 sorgen für gesunde Nägel. Anwendung: Eine dünne Schicht Farbe auftragen, trocknen lassen und zum Versiegeln den Top Coat verwenden. Dieser gewährleistet einen Halt von bis zu drei Tagen. Zu beachten gilt: Nach dem Auftragen für zwei Stunden den Kontakt mit heißem Wasser vermeiden. Händewaschen mit kaltem Wasser ist möglich. 15ml, ca. 18 Euro.

Die veganen 9-free und cruelty-free Nagellacke von Manucurist enthalten bis zu 84% natürliche Inhaltsstoffe wie Extrakte aus Kartoffeln, Weizen, Maniok, Mais und Baumwolle. Ergänzt werden diese durch hydratisierende Kokosanteile und siliziumreichen Bambus-Extrakt, der die Nägel stärkt. Grün wie das Label ist auch die Entsorgung des Verpackungsmaterials: Die leeren Versandkartons können als Trockenmaterial in den Kompost gegeben werden oder in die Altpapiertonne. Die Verpackungschips bestehen aus 100% Maisstärke. 15ml, ca. 17 Euro.

Laut Hersteller frei von: Toluol, DBP, Kampfer, Xylol, Formaldehyd (als Verbindung und als Harz), Ethyl-Tosylamid, Triphenylphosphat (TPHP), Benzophenon 1&2 und Styrol.

Alle Farblacke des veganen britischen Nagellack-Labels NAILBERRY sind mit der inzwischen mehrfach ausgezeichneten L‘Oxygéné-Technologie formuliert, die den Nagel unter dem luft- und wasserdurchlässigen Lack atmen lässt. Darüber hinaus sind die Nagellacke von NAILBERRY cruelty-free, vegan und 12-free sowie mit speziellen UV-Filtern ausgestattet, die ein Verblassen oder Verfärben in der Sonne verhindern. 15ml, ca. 20 Euro.

Laut Hersteller frei von: Phthalaten, DBP, Toluol, Formaldehyd, Formaldehydharz, Kampfer, Xylol, Ethyl Tosylamid, Triphenylphosphat, Parabenen, tierischen Nebenerzeugnissen und Gluten.

nailmatic hat mit der AQUA-Linie wasserbasierte, vegane, mit Pflanzenkeratinen angereicherte Nagellacke auf den Markt gebracht, die auf die üblichen Lösungsmittel und entsprechenden Duftnoten verzichten, aber nicht auf die intensive Farbleistung. Wichtig bei der Anwendung: Für ein gutes Ergebnis ist ein Top Coat notwendig und die Nägel dürfen nach dem Lackieren für etwa vier Stunden nicht mit warmem Wasser in Kontakt kommen. 8ml, ca. 12 Euro.

Laut Hersteller frei von: Toluol, Formaldehyd, Phthalate, Parabene, Xylol, Kampfer, Kolophonium, Benzophenon, Aluminium und Nanopartikel.

Das Ziel der Marke Kia-Charlotta aus München ist es, 100% vegane, tierversuchsfreie, natürliche und qualitativ hochwertige Beautyprodukte zu entwickeln, die in Deutschland unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Dabei sind die 14-free Nagellacke erst der Anfang. Less waste ist ein weiteres großes Thema bei Kia-Charlotta. So gibt es in jeder Saison, also im Frühling/Sommer und Herbst/Winter, nur 15 neue Farben, die mit großer Sorgfalt und nach den aktuellen Trends ausgewählt werden. Die Produktmenge ist zudem limitiert, da in einem kleinen Betrieb produziert wird und so keine unnötigen Restmengen im Lager erzeugt werden. Auch werden die Lacke in kleinere Fläschchen abgefüllt, damit das Produkt vom Konsumenten auch tatsächlich aufgebraucht wird. So umgeht man das Problem, dass der Nagellack nach einiger Zeit noch halb voll entsorgt wird, weil die Qualität nachgelassen hat. 5ml, ca. 13 Euro.

Laut Hersteller frei von: Phtalaten (inkl. Dibutylphthalat (DBP), Diethylhexylphtalat (DEHP)), Toluol (auch: Methylbenzol), Xylol, Kampfer, Formaldehyd, Formaldehydharz, Ethyltosylamid, Triphenylphosphat, Kolophonium, halogenorganischen Verbindungen (AOX), Parabenen, Silikon, Duftstoffen und tierischen Inhaltsstoffen.

Hinter Uslu Airlines versteckt sich keine Fluggesellschaft, sondern ein Make-up- und Beauty-Label, das seit 2003 seinen Sitz in Berlin hat. Ab 2005 wurde die Produktpalette um Nagellacke erweitert, die bis heute die Bestseller des Labels sind. Bekannt ist die Brand für ihre Kooperationen mit angesehenen Persönlichkeiten aus der Mode-, Musik-und Design-Welt. Einer der ersten Partner war der Concept-Store Colette aus Paris. Seitdem wächst die Liste stetig: Bernhard Willhelm (Pariser Designer), Superblast (Straßenkünstler), MYKITA Sonnenbrillen, Nike, Vans, das Ace Hotel New York, das Nomad Design & Lifestyle Hotel in Basel, das HOTEL ZOO BERLIN und Kaufhäuser wie das KaDeWe.

Laut Hersteller frei von: Formaldehyd, Dibutylphthalat, Toluol, Kampfer und Formaldehydharz. 100% nicht an Tieren getestet.

Die Lacke von KESTER BLACK sind vegan und cruelty-free, zudem 10-free sowie wasser- und luftdurchlässig. Sie enthalten zertifiziert biologische Inhaltsstoffe wie z.B. Kefir, Olivenöl und Avocado-Öl. Das gesamte Unternehmen operiert CO2-neutral, spendet 2% des Umsatzes für wohltätige Zwecke und war offiziell die erste Beauty-Brand weltweit, die eine B Corp-Zertifizierung erhalten hat. 15ml, ca. 20 Euro.

Laut Hersteller frei von: Phthalaten, DBP, Toluol, Formaldehyd, Formaldehydharz, Kampfer, Xylol, Ethyl Tosylamid, Triphenylphosphat und Parabenen.

Dieser Beitrag enthält werbliche Inhalte in Form von Markenerwähnung und Verlinkungen.



Veröffentlicht am
17. August 2020



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