7 Tipps, um nachhaltiger zu leben

7 Tipps um nachhaltiger zu leben

Werbung // Wer wie ich in der Mode- und Beautybranche arbeitet, der wird täglich getriggert, wenn ihm das Thema Nachhaltigkeit am Herzen liegt. Da werden einzelne Lippenstifte in Kartons verschickt, in denen mindestens 30 Stück Platz hätten, aus den USA wird per Express ein Produkt nach Deutschland versendet, Plastik scheint im Überfluss vorhanden zu sein, ganz zu schweigen von Glitzer und Glitter. Da denke ich öfters: Mensch, das könnt ihr doch besser im Jahre 2018. Da ist noch viel Potenzial nach oben. Denn das alles noch gerecht zu trennen, ist manchmal sehr zeitaufwendig und manchmal gibt es Tage, da laufe ich zweimal an einem Tag zum Altpapier-Container: alles, um nachhaltiger zu leben. Aber Hand aufs Herz, ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das finde ich alles doof. Ich liebe schöne und luxuriöse Verpackungen, genauso wie Fliegen, Glitzer und Opulenz. Da schlagen zwei Seelen in meiner Brust: die Öko-Asmona und die Luxus-Asmona.
Deshalb versuche ich erst gar nicht nach dem Entweder-oder-Prinzip zu leben, sondern balanciere, damit sich beide Seelen wohlfühlen. Im Alltag ist es, gerade in meinem Beruf, nicht immer leicht, eine Ausgewogenheit beim Thema Nachhaltigkeit zu finden, damit die umweltbewusstere Seite nicht zu kurz kommt. Euch geht es bestimmt genauso?!
Hier also meine 7 Tipps, für einen nachhaltigeren Alltag, die einfach zu integrieren sind.

1. Tschüss Plastikflasche

Ich war früher auch eine von denen, die sich Wasser in Plastikflaschen gekauft haben, wenn sie unterwegs sind, und dann auch noch zu faul, um die Plastikflasche zurückzubringen. Stattdessen landete sie im Plastikmüll. Gut, dass so ein Verhalten der Vergangenheit angehört. Denn ich bin auf Glasflaschen umgestiegen, die ich so oft wie möglich dabei habe. Früher waren es die hässlichen Mineralwasserflaschen, aber mittlerweile gibt es die in so schönen Designs, dass es auch Spaß macht, aus ihnen zu trinken. Schöner Nebeneffekt: Mein Wasserkonsum hat sich gesteigert, weil ich meine Flasche einfach so sehr mag und sie mich verführt, öfters danach zu greifen. Mit Carry Bottles habe ich eine Firma gefunden, die ganz meinem Geschmack in puncto Nachhaltigkeit entspricht. Das Glas ist recycelbar, der Verschluss besteht aus biologisch abbaubaren Holzfasern, die frei von schädlichen Stoffen wie BPA und Weichmachern sind, und die Produktionspartner kommen aus Deutschland, was die Transportwege verkürzt. Meine Flasche (im Bild) ist zurzeit ausverkauft, aber es gibt schöne Alternativen. 0,7 l, ca. 30 Euro. Also beim nächsten Plastikflaschenkauf daran denken, dass sie ein halbes Jahrhundert benötigt, bis sie zersetzt ist.

Carry Bottles

2. Schon bei einem Ökostrom-Anbieter?

Machen viele aus Bequemlichkeit nicht. Dabei ist das gar nicht so schwer. Einfach bei der nächsten Ablesung den Zählerstand gleich beim neuen Anbieter durchgeben und ganz schnell tust Du etwas für die Umwelt. Und wenn nicht für Dein Nachhaltigkeits-Karma-Konto dann für Deinen Nachwuchs oder für Deine Haustiere. Beide Parteien freuen sich über frische Luft und weniger Umweltbelastungen. Ich bin seit zehn Jahren bei Greenpeace Energy und zufrieden. Wer sich erst einmal über die verschiedenen Ökostromanbieter informieren möchte, kann das hier tun.

3. Ohne Strohhalm, bitte!

Ich habe vor Kurzem gelesen, dass in Deutschland jährlich 40 Milliarden Strohhalme verbraucht werden. Die Zahl muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Und wenn man sich dieses Video anschaut, dann kommt man ins Grübeln und überlegt, inwieweit ein Strohhalm überhaupt notwendig ist. Bei Caipirinha macht es ja noch Sinn, aber bei einer Apfelsaftschorle? Dabei gibt es Alternativen zum Beispiel aus Papier oder Kartoffelstärke. Aber bis diese Art von Saughalm in unserer Gesellschaft einen festen Platz hat, wird es noch lange dauern. Ich habe das auch lange nicht hinterfragt. Aber nun versuche ich darauf zu achten, dass ich, so oft es geht, darauf verzichte. Wobei meine Bitte, den Strohhalm bitte wegzulassen, öfters ignoriert wird. Sehr ärgerlich, weil zurückgeben und weiter benutzen geht ja in der Gastronomie nicht.

4. Coffee-to-go geht auch nachhaltig

Seit einigen Jahren trinke ich keinen Kaffee mehr. Aber auch als ich noch welchen getrunken habe, habe ich mir selten einen to go gekauft, weil ich es hasse, im Laufen oder in der Bahn zu trinken. Da bin ich Genießer durch und durch. Ich nehme mir die Zeit und konzentriere mich ganz auf das, was ich zu mir nehme und das am liebsten in einer Kaffeehaus-Atmosphäre. Nun gehört Mobilität einfach zu unserem Alltag und dazu eben auch ein Kaffee zum Mitnehmen. Dadurch landen 7,6 Millionen Pappbecher in Deutschland täglich im Müll. Das führt nicht nur zu überquellenden Mülleimern und Becherhaufen auf dem Boden, sondern auch zu einer hohen Umweltbelastung. Denn der klassische Becher besteht aus Papierfasern mit Plastikdeckel und einer Innenseite aus Polyethylen und ist dadurch schwer zu recyceln. Einen interessanten und hoffentlich auch erfolgreichen Ansatz bietet RECUP Wie es geht, siehst Du im Video. Die Partner findest Du über die RECUP-App bei Google Play oder im App Store. Oder hier.

5. Müll trennen

Müssen wir wirklich 2018 noch darüber sprechen? Offensichtlich ja! Denn ich bin manchmal erschrocken, wie wenig in Büros auf Mülltrennung geachtet wird. Da landet oftmals ALLES in einem Mülleimer. Nicht nur in der Küche, sondern auch in den Müllkörben unter dem Schreibtisch. Nachhaltigkeit spielt da keine Rolle. Manchmal wird darüber in der Geschäftsleitung nicht nachgedacht. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man das dort anspricht, dass einem selten Steine in den Weg gelegt werden. Im Gegenteil. Engagement wird honoriert. In einer Redaktion standen drei Tage nachdem das thematisiert wurde, auf der Etage vier riesige Altpapierbehälter und jeder bekam einen extra Müllkorb unter seinen Tisch, um darin Papier zu sammeln und dieses dann später entsprechend zu entsorgen. Funktionierte reibungslos. Wo eben ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Gilt natürlich auch für den privaten Bereich, wo das Thema nicht immer selbstverständlich ist.

6. Umweltschonend putzen und waschen

Ich liebe es zu putzen. Das ist wie Meditation für mich. Ich bin da ganz im Flow und das Gefühl danach ist unbezahlbar. Und dieser Duft nach Sauberkeit erst! Das gilt auch für Wäsche waschen. Aber ich muss gestehen, dass meine Bilanz an alternativen Reinigungs- und Putzmitteln bis vor Kurzem sehr schlecht ausgefallen ist. Ich war mal viel besser. Aber da haben sich so langsam viele konventionelle Produkte reingeschlichen, die nicht nachhaltig sind. Als es mir auffiel, habe ich erst einmal radikal sortiert in sinnlose und sinnvolle Produkte. Die sinnlosen wurden aufgebraucht und nicht mehr ersetzt. Die meisten sinnvollen Produkte wurden dann nach und nach durch umweltfreundlichere ersetzt. Zum Beispiel durch Zitronensäure, mit der man wunderbar den Wasserkocher, die Teekanne und die Kaffeemaschine entkalken kann. Ist auch super gegen Kalkflecken in der Spüle oder am Wasserhahn. Die Geschirrspültabs und das Spülmittel sind jetzt von Ecover, genauso wie mein Woll- und Feinwaschmittel. Das flüssige Waschmittel und der Glasreiniger sind von Sonett. Der Anfang ist also schon einmal getan.

7. Nachhaltigkeit bei Bankgeschäften

Gerade Menschen mit Visionen für eine bessere und saubere Zukunft haben es schwer, Kredite bei einer Bank zu erhalten. Gut, dass es die GLS Bank gibt. Wie alle anderen Banken auch, macht sie Geschäfte mit dem Geld ihrer Kunden. Nur spekuliert sie nicht mit Rohstoffen, sondern vergibt Kredite an nachhaltige Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland. Wie das Geld eingesetzt wird, wird transparent kommuniziert und ist u.a. hier zu lesen. Ein Privatgirokonto kostet monatlich 5,00 Euro GLS-Beitrag und 3,80 Euro an Kontoführungsgebühren. Die Geldabhebung ist bei den Volks-, Raiffeisen- und Spardabanken gebührenfrei. Mehr dazu hier.

Mantel: Marina Rinaldi

Tuch: Hermès Paris

Sonnenbrille: Max Mara



Veröffentlicht am
28. Mai 2018



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